Repertoire

 

Anna oder Der freie Wille

Jugendtheaterprojekt (P13)

Die Welt hat sich nach der letzten großen Katastrophe radikal geändert. Das neue System sorgt dafür, dass alle zufrieden sein können und es an nichts fehlt. Zumindest solange niemand einen Fehler begeht. Doch genau das passiert Anna und in der Folge beginnt sie zu hinterfragen, ob wirklich alles so perfekt ist, wie die Fassade suggeriert. Dabei werden ihre Entscheidungen durch das Verhältnis zu ihrer Familie und Freunden, so wie durch ungewöhnliche neue Bekanntschaften beeinflusst.
Die 5 Schauspieler des Altenprojektes des Theatriums haben sich über ein Jahr lang mit Dystopien und der Freiheit des Individuums beschäftigt, um herauszufinden, wie jede einzelne Person auf eine Umwelt reagiert, in der das Mindestmaß an Zufriedenheit genügt, dabei aber zunehmend Emotionalität und kritisches Denken verlernt werden. Das dabei entstandene Stück wurde vollständig von den jungen Leuten geschrieben und mit Unterstützung des Hauses inszeniert.

Projektleitung und Schauspieler: Joachim Kern, Laura König, Dominique Kunze, Maxi Leopold und Jenni Thamm

 

the breakdown of the beautiful city neurosia

Generationsübergreifendes Theaterprojekt (P13)

neurosia – eine Stadt im Nirgendwo. Die Einwohner Monaden (im marx'schen Sinne), die dem Wahnsinn verfallen. Die Gründe für den Irrsinn sind vielfältig. Einsamkeit, Hass, Langweile, unerfüllte Liebe.

Da ist die alte Frau, die ins Heim abgeschoben wurde, das Kind, das am Busbahnhof vergessen wurde, das Paar, das schon seit Ewigkeiten zusammen ist und sich nichts mehr zu sagen hat oder der karrieregeile Typ, der Katzen aus dem Fenster wirft. Diese und viele andere rennen sehenden Auges in einen Abgrund aus dem es kein Entrinnen gibt, weil niemand da ist, der den Mut und die Kraft aufbringt ein liebes Wort zu sagen, eine zärtliche Geste zu teilen. Niemand? Vielleicht doch. Joy, eine beinahe unsichtbare Wandlerin zwischen den Menschen, ist die Einzige die lächelt, die sich dem Wahnsinn mit Sanftheit entgegenstellt und Liebe in sich trägt.

Wir schauen dem Treiben einen Tag und eine Nacht lang zu – wir, die wir nicht in neurosia leben… noch nicht.

Es spielen: Friedrich Brückner, Luc Fichtner, Luzie Hahn, Gabriela Hamm, Mareili Jahr, Angelika Linge, Brigitte Pittner, Jordan Schineff, Josefine Schmidt, Leonie Scholz, Helga Sieler, Sigrid Sommer, Stephania Tag, Sarah Winter, Anna Zemmrich

Projektleitung: Falko Köpp
Projektassistenz: Joachim Kern
Video: Medienwerkstatt unter Leitung von Roger Biedermann

 

Reizen

Jugendtheaterprojekt (P13)

Dem diesjährigen Spielzeitmotto „einzig/ artig“ gemäß, könnte diese Produktion einer der großen Reizmomente auf der Bühne des Theatriums werden. Wer sich also reizen lassen möchte, dürfte mit diesem Theaterabend gut versorgt sein. Nach der Vorlage von Arthur Schnitzlers „Reigen“ werden in diesem Stück Dinge verhandelt, die in der Vergangenheit, von Tumulten begleitet, für äußerste Unruhe gesorgt haben, welche in Folge zu einem Prozess wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses führten, u.a. von dem Vorwurf begleitet, den Ehebruch zu verherrlichen:

Aus dem Gerichtprotokoll (1921):

...Das Stück verfolgt, wie das Gericht aus der Beweisaufnahme feststellt, einen sittlichen Gedanken. Der Dichter will darauf hinweisen, wie schal und falsch das Liebesleben sich abspielt. Er hat nach Auffassung des Gerichts, nicht die Absicht gehabt, Lüsternheit zu erwecken....

Zu einem Tumult oder gar zu einem Prozess wird es wegen unserer Inszenierung in der Gegenwart nicht mehr kommen, was aber nicht heißt, dass unsere Zuschauer vor Unruhe gefeit sind.

Es spielen: James Alt, Paul Becker, Christian Jürgen Graszt, Pauline Großmann, Alexandra Huth, Lisa Klose, Leopold Noll, Ferdinand Probst, Friederike Probst, Dario Seltmann, Simon Sladeck, Natalie Tepper

Projektleitung: Georg Herberger
Co-Regie: Paul Becker
Projektassistenz: Alexandra Huth

 

FamilienGALA

Jugendtheaterprojekt (P13)

Familie – kann man sich nicht aussuchen. Ob das gut oder schlecht ist? Kommt drauf an…

In unserer „FamilienGALA“ lernt ihr in bester Sitcom-Manier fünf unterschiedlichste Familienkonstellationen und Persönlichkeiten kennen. Es wird gestritten, gemeckert, verhandelt, sich fremdgeschämt über die peinlichen Eltern. Zärtlichkeiten jagen fliegende Fetzen, die Gefühlsschublade wird aufgerissen und alles wirbelt durcheinander. Der banale Familienalltag wird zur komischen Groteske, tieftraurige Momente machen Platz für reinigende Komik. Wer sich eben noch schwer verletzt hat, liegt sich wenige Augenblicke später vertraut in den Armen. Und bei allem Streit über ausgeliehene Klamotten, Deinen Putzdienst, Deine sexuelle Orientierung, Nippelpiercing oder das Asylrecht – am Ende heißt es hoffentlich: „Das ist wahrscheinlich das Einzige, was wir richtig gut können. Uns lieben.“

Es spielen:  Menelik Anton, Laura Beck, Wanda Blunck, Juni Grzesiak, Natalie Hammermüller, Caspar Langer, Nina Schmidt, Pepe Vogel, Sophie Winter

Projektleitung: Kathrin Großmann
Projektassistenz : Clemens Böhnstedt

Kostüm und Maske: Kostüm- und Maskenwerkstatt unter der Leitung von Oliver Viehweg

 

Ein Knastical

Jugendtheaterprojekt (P13)

Die Gefangenen fordern: Wer in diesem Knast singt und/ oder tanzt darf nicht angegriffen werden! Der Gefängnispsychologe Dr. Pätzold ist begeistert von dieser Forderung. Die Gefängnisleitung, Gerit Forster hat andere Probleme: Welche Krawatte passt am besten zu ihren Socken? Chantal Erna Sophie Cheyenne Schneider hat heute ihren ersten Tag im Gefängnis. Sie wurde wegen Diebstahl verurteilt und leidet unter Narkolepsie. Martina Meier gilt als die unfairste Aufseherin. Emil Eckhardt ist in seinem zweiten Ausbildungsjahr zum Justizvollzugsbeamten. Ist dies aber der richtige Job für ihn? Sabine findet keine Melodie. Christina singt von Emily. Und was ist eigentlich mit dieser Monika? Ist sie wirklich unschuldig oder nicht?

Es spielen: Marta Behr, Hanna Bonin, Lena Gust, Lucas Gust, Janna Jonack, Laura König, Florian Kuhn, Dominique Kunze, Maxi Leopold, Julia Natke, Jenny Pohle, Anton Roschlau, Elsa Sieveking, Florian Tuch, Alexander Uta

Projektleitung: Katja Fischer
Choreographie: Mona Schubert
Komposition: Michael Plewinski
Projektassistenz: Jenni Thamm
Projektunterstützung: Jacob Köhler

 

Parole

Kindertheaterprojekt (P6)

Branko ist allein. Der Vater weg, die Mutter tot irrt er durch die Stadt, stößt auf Ablehnung, Misstrauen und landet schließlich sogar unschuldig im Gefängnis. Zum Glück gibt es Zora und ihre Bande, die ebenso abseits der Gesellschaft leben und die Branko befreien und aufnehmen. Ihre Parole heißt „Keine Macht für Niemand!“, aber ihre Sehnsucht nach Freiheit und Gleichberechtigung trifft auf Widerstand in dieser kleinen Stadt, die überall sein könnte: Dort werden miese Geschäfte gegen den altehrwürdigen Fischer Gorian, einen Freund der Kinder, gemacht und hier gilt es, sich mit der eingebildeten Bande der „Gymnasiasten“ zu zoffen. Zlata, eine der Gymnasiasten, und Branko erkennen allerdings, dass es Wichtigeres gibt als den Kleinkrieg untereinander: Gorians Existenz ist bedroht und der Bürgermeister, Zlatas Vater, hängt mit drin. Ob es den Beiden gelingt, ihre Banden zu vereinen, um gemeinsam gegen das wirklich große Unrecht zu kämpfen? Und werden die Kinder es schließlich schaffen, ihre Stadt aus den Tentakeln der Korruption zu befreien?

Es spielen: Johanna Bäßler, Josephine Bäßler, Oskar Ebersbach, Clara Escher, Rhia Faustmann, Ava Meerz, Yorick Meisel, Emilia Piotrowski, Samira Schmidtke, Arthur Schulz, Ole Sidio, Lucy Steiner

Projektleitung: Constanze Burger
Projektassistenz: Maxi Pröger

 

Helden

Kindertheaterprojekt (P6)

„Ich hasse es hier. Es ist langweilig. Jeder Tag sieht gleich aus. Jede Straße sieht gleich aus. Jeder Mensch sieht gleich aus. Alle machen das Gleiche und sagen das Gleiche. Ich bin mir sogar sicher, dass sie alle das Gleiche denken. Das kann doch nicht alles sein?“

„Ich versteh dich ja. Aber hier draußen, nachts? Das ist echt unheimlich.“

Und dann plötzlich ist es so weit: Unbekannte Gestalten schleichen durch die Nacht, kleine Brüder verschwinden. Es werden Aufgaben gestellt die Mut, Herz und Verstand verlangen. Und auf einmal finden sich die drei Freunde in einer ganz anderen Welt wieder. Völlig fremd und voller Leben.

Es spielen: Jakob Gens, Annabel, Simon Hülsmann, Albert Markov, Maria Pittner, Enrico Sperling, et al

Projektleitung: Sophia Heyn
Sozialpädagogische Leitung: Christin Stützer
Projektassistenz: Lisa Oltsch