Repertoire

dito

Jugendtheaterprojekt (P13)

»Als Christ, als Muselmann: gleich viel! ...Ich habe nie verlangt, dass allen Bäumen eine Rinde wachse.«
Dieser Ausspruch stammt aus »Nathan der Weise« von Gotthold Ephraim Lessing. »Dito«, denken die, welche für einen Umgang miteinander versus den Umgang gegeneinander stehen. In diesem Projekt, von dreizehn Jugendlichen szenisch aufbereitet, wird der Versuch unternommen, dieses Spannungsverhältnis hör- und sichtbar zu machen. Angesichts der momentanen Irritationen und der auseinander gehenden Meinungen zu einer möglichen Koexistenz mit Menschen, die anderer Auffassung in Glaubensfragen sind, will diese Produktion das Angebot machen, sich daran zu erinnern, wie bereits vor über zweihundert Jahren darauf geantwortet wurde.
Ein Textmosaik, dass den Zuschauer provoziert, alte Fragen noch einmal neu zu stellen, wurde in Erinnerung an den »Nathan« auf sensible Weise frisch entwickelt und mit körperlichem Einsatz behutsam verfeinert. Freuen Sie sich auf einen wirkungsvollen Abend mit einer dicken Prise aus der Humorschatulle.

Es spielen:
Clemens Böhnstedt, Antonia Dückert, Anja Engelhardt, Christian Jürgen Graszt, Pauline Großmann, Magdalena Laubisch, Shanelle Mutzbauer, Friederike Probst, Fabian Reichenbach, Liza Shakin, Natalie Tepper, Anna Vogel und Anton Wegner

Projektleitung: Georg Herberger
Projektassistenz: Paul Becker

 

 

 

Die weiße Rose

Jugendtheaterprojekt (P13)

"Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!" – Kurt Tucholsky
„Ein Gespenst geht um in Europa - …“, doch nicht nur in Europa, der Rechtspopulismus wird gerade weltweit als salonfähig erklärt. Die Schrecknisse der 1930er und -40er Jahre, gut verklärt, im Gedächtnis, marschieren wir freudestrahlend, schnurstracks wieder auf autoritäre Machtverhältnisse zu? Dies gilt es auf jeden Fall zu verhindern!
Um Entwicklungen wie vor ca. 80 Jahren zu boykottieren, um aufmerksam zu machen auf aktuelle Tendenzen und um nicht zu vergessen machen sich 12 jugendliche Spieler daran die Heldentaten der, um die Geschwister Scholl versammelten, „weißen Rose“ in einen aktuellen Kontext zu bringen. „Die weiße Rose“ vs. Arabischer Frühling, sozusagen, denn der Wunsch nach Freiheit und demokratischen Werten ist zeitlos und der Mut junger Menschen, dafür einzustehen, sollte unbedingt als Vorbild dienen. Geschichtsunterricht zum Gähnen? Mitnichten!
„Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf ..." – Erich Kästner

Es spielen: Jasmin Cramer, Luzie Hahn, Maria Elaine Herzberg, Paula Kuhn, Jordan Schineff, Josefine Schöpe, Leonie Scholz, Fredda-Line Schott, Michel Seidel, Staphania Tag, Sophie Weber, Anna Zemmrich

Projektleitung: Falko Köpp
Projektassistenz: Joachim Kern

Maskenwerkstatt unter Leitung von Oliver Viehweg
Assistenz: Julia Natke
Es schneidern & schminken: Smilla Carr, Lea Haag, Lara Hauck, Thuy Le Thi Thai, Sarah Ott, Zäzilie Schilling, Jolanda Schultrich, Hanna Waniek, Anton Wegner

Mit freundlicher Unterstützung von:
Max Prosa - Dario Klimke - Konstantin Wecker
Weiße Rose Stiftung e.V.

 

 

Die Leiche ist weg

Generationsübergreifendes Projekt (P12)

Wie an jedem Arbeitsplatz gibt es auch in der Rechtsmedizin einen ganz normalen Arbeitsalltag. Auch wenn dieser diktiert wird vom cholerischen Professor, der naiven, aber ehrgeizigen französischen Praktikantin, genervten Kollegen, die vielfach ein Faible für Abgründigkeit pflegen - und natürlich Leichen. Zurzeit ist mal wieder Hochkonjunktur, alle Boxen im Leichenraum sind belegt.
Nach Arbeitsschluss werden die Leichen dann sorgfältig vom Nachtwächter Noah abgezählt und katalogisiert. Somit kann dieser dann ruhigen Gewissens seiner ganz eigenen Gesinnung nachgehen.
Eines Nachts passiert das Unfassbare. Auf unerklärbare Weise zählt er plötzlich eine Leiche zu viel. Niemand außer ihm hat nachts Zugang zur Leichenhalle. Nichts scheint mehr im gewohnten Arbeitsmodus zu sein.
Das Chaos in dieser Horrorkomödie wird vorangetrieben von vielen Absurditäten und überraschenden kleinen Nebenhandlungen.
Schweißnasse Hände, Herzklopfen, Panik. Selbst hartgesottene Gruselfans sind dankbar für jeden kleinen Spaß im Geflecht eines Horrorszenarios. In diesem Stück tauchen wir in eine flirrende Horroratmosphäre ein und setzen gezielt schwarzen Humor dagegen. Wer diese Mischung liebt, kommt hier gut auf seine Kosten.


Es spielen: Madeleine Beyer, Alina Blüthner, Friedrich Brückner, Charlie Glück, Lena Gust, Paul Hämmerling, Lisa Hoegel, Brigitte Pittner, Ferdinand Probst, Emilia Roch, Helga Sieler und Daniela Winkler

Projektleitung: Kathrin Großmann
Projektassistenz: Christin Stützer

 

Reset

Kindertheaterprojekt (P10)

Woran wollen wir glauben? Einen Gott, die Liebe, Geld, Freiheit, Evolution?
Was passiert wenn man an etwas glaubt, das schon immer da war, das immer präsent ist und letztendlich alles beeinflusst?
Eine Macht, die man für selbstverständlich hält. Man richtet sich nach ihr, misst sie, teilt sie ein, arbeitet dagegen oder geht mit ihr.
Reset ist die Geschichte von einem Internat für Kinder, wo der Glaube an diese Macht zelebriert wird. Eine Macht, die jeder geschenkt bekommt, wenn er geboren wird. Die Kinder bekommen gepredigt, dass diese Macht das höchste Gut auf Erden ist, dass die Menschheit sich zu einer respektlosen Masse entwickelt und sich diese Macht zu einer kommerziellen Währung gewandelt hat.
In einer tiefen Verbundenheit zur Natur lehren die Internatsleiter den Kindern, was es heißt, kostbar mit dieser Macht umzugehen. Dass die Natur immer in einer Symbiose mit der Macht steht und genau aus diesem Grund jeder Mensch danach streben muss, ein Teil dieser Natur zu werden.
In der Welt von Reset ist die Gesellschaft am Ende, und eine Handvoll Menschen haben sich zusammen getan, um sie zu erneuern. Werden Sie Zeitzeugen bei diesem Ereignis, denn die Zeit ist diese Macht, die alles verbindet.

Es spielen: Wanda Blunck, Leni Fischer, Lilly Gräfe, Lisa Große, Juni Grzesiak, Luisa Haupt, Arthur Herrmanns, Catharina Hipp, Nina Schmidt, Charlotte Uhlemann und Clara Winter

Projektleitung: Anne Rab
Projektassistenz: Maxi Leopold

 

 

Ein Zipfel Glück 

Generationsübergreifendes Projekt (P10)

Jeder versteht unter Glück etwas anderes und jeder sollte ein Recht auf Glück haben. Wo fängt Glück aber an und wo hört es auf? Für manch einen lässt sich das Streben nach Glück nur mit erzieltem Reichtum verbinden. Andere haben ihr Glück in der Religion gefunden. Meistens aber spricht man in Verbindung mit Glück über die Liebe.
In unserem Theaterstück sucht ein Junge nach seinem Glück. Er ist von zu Hause weggelaufen und trifft auf Elli. Elli wohnt in einer Wohngemeinschaft mit 13 anderen Kindern. Die Regeln dort sind sehr streng. Täglich müssen die Kinder in der Bibel lesen. Das gefällt Elli nicht so, und nicht selten spaziert sie allein durch die Straßen. So trifft sie auf den Jungen und nimmt ihn kurzerhand mit in die WG. Die anderen Kinder sowie die Leitung des Hauses sind nicht sehr erfreut. Es ist zu wenig Platz, keiner weiß, wo der Junge her kommt, keiner weiß, wie er heißt und er spricht erst einmal kein Wort. Und kann er sich überhaupt an die vielen Regeln halten? Johannes tauft ihn Fynn. Und Fynn darf bleiben. Vorerst.

Schnell wird klar, dass nicht alle Kinder der Religion der Heimleitung folgen. Fynn fängt an, Fragen zu stellen, die die anderen zum Nachdenken bringen. Dadurch verändert er die Sichtweise seiner Mitbewohner.
Eine Geschichte über Glauben und die Suche nach einem Zipfel Glück.
Gespielt von 14 Kindern und Jugendlichen sowie 2 Erwachsenen.

Es spielen: Marta Behr, Oskar Ebersbach, Lucas Gust, Gabriela Hamm, Florian Kuhn, Emilia Piotrowski, Anton Roschlau, Fine Schmidt, Samira Schmidtke, Fritz Sidio, Simon Sladek, Sigrid Sommer, Enrico Sperling, Lucy Steiner, Pepe Vogel und  Sarah Winter

Projektleitung: Katja Fischer
Projektlassistenz: Julia Natke

 

Was glaubst du?

Ein interreligiöses Jugendtheaterprojekt (P13)

Was treibt den Menschen an? Worauf hofft er? Worum bittet er? Was ist für ihn der Glaube, was die Religion? Woran glaubt er?
Ist die Frage nach dem Glauben eine individuelle? Und ist die Suche nach Antworten eine rein religiöse?
Mit »Was glaubt du?« gingen die 13 Projektbeteiligten diesen Fragen forschend auf den Grund. Die Fragen über Glaube und Religion führten unweigerlich zu persönlichen Erfahrungsberichten. Sie haben Menschen getroffen und ihre persönliche Geschichte gehört, eine, in der der Glaube eine besondere Rolle spielt. Sie sind ins Gespräch gekommen, haben neue Zugänge gefunden und diese für Sie auf die Bühne gebracht. Und sie haben festgestellt, dass Glauben eine Kraft ist, die über die Vorstellungskraft hinaus geht.
Lassen Sie sich ein auf eine Spurensuche, die intime Einsichten, vielschichtige Perspektiven und unergründliche Wege eröffnet. Und erleben sie die Gedanken von Menschen mit ihrem Glück, ihrem Leid und ihren Hoffnungen.

Es spielen: Sami Akbari, Shoaib Aslami, Katharina Dietze, Amjad Ali Jafari, Anne-Marie Kaps, Angelika Linge, Mehdi Musawi, Mohamad Reza Musawi, Chantal Omler, Jenny Pohle, Sophie Schmidtke, Khalid Stanikzai und Ali Taimouri

Projektleitung: Anne Buntemann
Sprachmittler: Kanischka Djonbesh
Sozialpädagogische Begleitung: Beate Roch
Projektassistenz: Dominique Kunze

 

Anna oder Der freie Wille

Jugendtheaterprojekt (P13)

Die Welt hat sich nach der letzten großen Katastrophe radikal geändert. Das neue System sorgt dafür, dass alle zufrieden sein können und es an nichts fehlt. Zumindest solange niemand einen Fehler begeht. Doch genau das passiert Anna und in der Folge beginnt sie zu hinterfragen, ob wirklich alles so perfekt ist, wie die Fassade suggeriert. Dabei werden ihre Entscheidungen durch das Verhältnis zu ihrer Familie und Freunden, so wie durch ungewöhnliche neue Bekanntschaften beeinflusst.
Die 5 Schauspieler des Altenprojektes des Theatriums haben sich über ein Jahr lang mit Dystopien und der Freiheit des Individuums beschäftigt, um herauszufinden, wie jede einzelne Person auf eine Umwelt reagiert, in der das Mindestmaß an Zufriedenheit genügt, dabei aber zunehmend Emotionalität und kritisches Denken verlernt werden. Das dabei entstandene Stück wurde vollständig von den jungen Leuten geschrieben und mit Unterstützung des Hauses inszeniert.

Projektleitung und Schauspieler: Joachim Kern, Laura König, Dominique Kunze, Maxi Leopold und Jenni Thamm