Repertoire

 

Anna oder Der freie Wille

Jugendtheaterprojekt (P13)

Die Welt hat sich nach der letzten großen Katastrophe radikal geändert. Das neue System sorgt dafür, dass alle zufrieden sein können und es an nichts fehlt. Zumindest solange niemand einen Fehler begeht. Doch genau das passiert Anna und in der Folge beginnt sie zu hinterfragen, ob wirklich alles so perfekt ist, wie die Fassade suggeriert. Dabei werden ihre Entscheidungen durch das Verhältnis zu ihrer Familie und Freunden, so wie durch ungewöhnliche neue Bekanntschaften beeinflusst.
Die 5 Schauspieler des Altenprojektes des Theatriums haben sich über ein Jahr lang mit Dystopien und der Freiheit des Individuums beschäftigt, um herauszufinden, wie jede einzelne Person auf eine Umwelt reagiert, in der das Mindestmaß an Zufriedenheit genügt, dabei aber zunehmend Emotionalität und kritisches Denken verlernt werden. Das dabei entstandene Stück wurde vollständig von den jungen Leuten geschrieben und mit Unterstützung des Hauses inszeniert.

Projektleitung und Schauspieler: Joachim Kern, Laura König, Dominique Kunze, Maxi Leopold und Jenni Thamm

 

Die lange lange Straße lang

Generationsübergreifendes Theaterprojekt (P16)

„Nicht politisches Theater machen, sondern politisch Theater machen“

Frei nach dieser Prämisse von Jean-Luc Godard inszenieren wir mit Texten Wolfgang Borcherts ein Panoptikum, das zeigt, welche weitreichenden Folgen blinder Gehorsam, Gewalt und Krieg mit sich bringen.
Die lange lange Straße lang ist kein Stück, das zum Konsumieren einlädt. Wir wollen die Zuschauer bedrängen, überfordern und sie permanent zwingen, Stellung zu beziehen. Verschiedene Texte und Gedichte Borcherts werden miteinander verwoben und zu einer großen Geschichte zusammengeführt.
In dieser Inszenierung zeigen wir, was in den Medien oft nur als Überschrift gehandelt wird: Einzelschicksale, die für sich stehen. Im Gesamtkontext aber wird deutlich, dass jedes Einzelschicksal verbunden ist mit dem von Millionen anderen.
Wie vergegenwärtigt man den Verlust von Mitgefühl? Wie bringt man das Sterben einer ganzen Generation auf die Bühne? Wie zeigt man Liebe, Hoffnung und Trost in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist? Radikal, ehrlich und schonungslos.
„Das Theater, dem es nicht mehr gelingt, die Frage ‚Was soll das?‘ zu provozieren, wird mit Recht geschlossen. Wenn Theater nicht für Irritation, Befremden oder Überforderung sorgt, braucht man es eigentlich nicht.“ Heiner Müller

Es spielen: James Alt, Friedrich Brückner, Christian Jürgen Graszt, Pauline Großmann, Luzie Hahn, Lisa Klose, Caspar Langer, Angelika Linge, Brigitte Pittner, Josefine Schmidt, Leonie Scholz, Emma Siegel, Helga Sieler, Natalie Tepper, Fabian Reichenbach, Anna Zemmrich

Projektleitung: Falko Köpp
Projektassistenz: Joachim Kern

Video/Kamera: Medienwerkstatt unter Leitung von Roger Biedermann

 

Koma

Jugendtheaterprojekt (P13)

Columbine, Erfurt, Breivik, Winnenden. Orte und Namen, die jedem Menschen Unbehagen bereiten. Umso mehr, wenn ein Amoklauf zur eigenen Biografie gehört. Wie bei den Jugendlichen in diesem Stück – rein fiktiv ihre Geschichte, doch in Erinnerung der Ereignisse jüngster Vergangenheit ein nicht undenkbares Szenario:

Die Opfer Sie haben ein gemeinsames Schicksal und müssen ihren eigenen Leidensdruck ertragen. Die Schüler und ihre Lehrerin sind Überlebende eines Amoklaufes an ihrer Schule. Traumatisierungen  bei jedem Einzelnen bleiben nicht aus. Bezugspersonen, die nicht dabei waren, erhalten nur schwer oder gar keinen Zugang mehr zu den Opfern. Die Trauer um Hinterbliebene lässt Manche in eine scheinbar endlose Verzweiflung fallen.

Der zweite Täter  Andere wiederum treiben  Fragen nach dem wirklichen Tathergang um. Die Frage nach dem zweiten Täter. Dieser wurde von einigen Schülern eindeutig gesehen und zu anfangs wurde auch gezielt nach dem zweiten Täter gefahndet.

Beweise Von Seiten der Kripo und der Staatsanwaltschaft wird offensichtlich viel verschleiert. Beweismaterial geschnitten. Bedrängende Widersprüche werden sicher aufgelistet aber ignoriert.

Die Medien Von den Medien werden diese Menschen schamlos ausgenutzt. Die Presse, das Fernsehen etc. verstreuen zu Hauf irreführende Falschmeldungen, die nur noch weitere Schäden anrichten.

Die Opfer Die Schüler und ihre Lehrerin werden im Nachhinein erneut zu Opfern gemacht, da sie in ihrer Wahrnehmung und ihren Forderungen nicht ernst genommen werden. Das Recht auf die Wahrheit wird ihnen verwehrt. Genügend Potential für diese jungen Menschen, sich ein starkes Feindbild aufzubauen.

Es spielen: Dominique Kunze, Maxi Leopold, Charlotte Uhlemann, Sarah Winter, Benjamin Heinsohn, Leni Fischer, Catharina Hipp, Alina Blüthner, Lilly Gräfe, Sophie Schmidtke, Emilia Roch, Maxi Liebisch, Lena Gust

Projektleitung: Kathrin Großmann
Projektassistenz: Clemens Böhnstedt

 

Die Wahl

Jugendtheaterprojekt (P13)

Eine Wahl ist keine Qual, sondern ein Ausdruck der Freiheit. Wer nicht frei ist, will eine Wahl haben, wer frei ist, missachtet oftmals den Wert der Wahl und gerät mit seinen Weltanschauungen zumeist ins Extreme. Die einen halten sich unbeirrt an einen Fundamentalismus, die anderen rennen längst widerlegten Ideologien hinterher, die nächsten sind unheilbar dem Konformismus erlegen, die Übrigen sind verwirrt. Da wir, verehrtes Publikum, uns zu den Verwirrten zählen, haben wir den Versuch unternommen Sie vor die Wahl zu stellen: Hören und sehen Sie sechs Verwirrte, die Ihnen die Welt neu erklären und wählen Sie zum Schluss den Sieger Ihrer Wahl. Sie werden die Gelegenheit haben an diesem Abend Ihre eigenen Anschauungen bestätigt zu wissen oder endgültig in die Tonne zu treten. Viel Spaß dabei wünschen Ihnen die Kandidaten der „Wahl“. Und nicht vergessen: Eine Wahlveranstaltung ist laut!

Es spielen: Samiullah Akbari, Anja Engelhardt, Alexandra Huth, Mareili Jahr, Shanelle Mutzbauer, Julia Natke, Jordan Schineff, Fredda-Line Schott

Projektleitung: Georg Herberger
Projektassistenz: Paul Becker

Kostüm- und Maskenwerkstatt:
Lea Haag, Lara Elisabeth Hauck, Thuy Le Thi Thai, Marie Charlotte Sabinarz,  Zäzilie Schilling,
Hannah Waniek, Sabine Weit

Projektleitung: Oliver Viehweg
Projektassitenz: Julia Natke

 

... ja natürlich nur ironisch und nur so nebenbei/ to live on Sugar Mountain

Jugendtheaterprojekt

"Unsere Eltern kiffen mehr als wir, wie soll man rebellier'n? / Egal, wo wir hinkomm', uns're Eltern warn schon eher hier…", heißt es bei Kraftklub. Sie beschreiben damit das Lebensgefühl einer Generation: Revolution im gemachten Bett: Alle Wege sind geebnet, man muss kaum noch für etwas kämpfen: Geht es uns zu gut?

In einem wilden Remix aus eigenen Gedanken, Literatur- und Songtextschnipseln, nicht nur von Kraftklub, jagen 13 junge Menschen durch eine Welt, in der in der ihre rebellischen Energien permanent durch Zuckerwatte gebremst werden, in der man durch totale Beliebigkeit und (digitale) Verfügbarkeit nicht mehr weiß, was man Eigenes machen kann. Dabei begegnen uns täglich politisch und global Dinge, die uns wütend machen: Rechtsruck, soziale Ungleichheit, Elend in der 3. Welt (auf deren Kosten dieses "schöne" Leben hierzulande zum Teil aufbaut), Umweltzerstörung. Aber wohin mit der Wut? Auf die Straße? Ins Netz? Auf die Bühne!

Kann ich mich mit Eltern, die alles verstehen und locker sehen, überhaupt noch streiten? Kann ich heute überhaupt noch etwas "Eigenes" werden und erreichen? Wie kann ich sinnvoll gegen irgendetwas protestieren? Finde ich tatsächlich irgendwo einen Weg, der noch nicht gegangen wurde? Will ich das überhaupt, oder ist die Welt, wie sie in den letzten Jahrzehnten für mich erkämpft wurde "fertig"? Kann ich noch Fehler machen?

Es spielen: Marlene Braun, Smilla Carr, Gabriela Hamm, Louisa Haupt, Arthur Hermanns, Paula Kuhn, Jenny Pohle, Friederike Probst, Anton Roschlau, Nina Schmidt, Josefine Schöpe, Simon Sladeck, Stephania Tag, Pepe Vogel, Sophie Weber

Projektleitung: Karsten Kriesel
Projektassistenz: Jenni Thamm

 

Kopfkino

Kindertheaterprojekt

3 Geschwister leben in einem Zimmer. Das ist selbstverständlich nicht leicht. Die große Schwester, Fahra hat deswegen auch das Zimmer mit Klebeband in drei Teile geteilt. Niemand darf in ihren Bereich! Blöd nur das die jüngste Schwester, Stella sich nicht daran hält und mit ihrem Kuscheltiereinhorn gern über die Grenze tritt. Der mittlere Bruder, Max ist sehr still und ordentlich, er versucht dem ganzen Stress aus dem Weg zu gehen. Wohl fühlen sich aber alle drei nicht so richtig. Stella erzählt viel von ihrer Phantasiefigur „Ding Ding“. Ding Ding haben die drei Geschwister in einem Urlaub erfunden, als es ganz viel regnete. Stella möchte wieder mit ihren Geschwistern in das Königreich von Ding Ding, doch Fahra ist nun in der Pubertät und hat keine Zeit mehr für so einen Unsinn. Ein Streit zwischen den Geschwistern entsteht und die Emotionen sowie Cortexa und Amygdala haben alle Hände voll zu tun um diesen Streit zu schlichten.

Es spielen: Johanna Bäßler, Josephine Bäßler, Wanda Blunck, Rhiannon Faustmann, Juni Grzesiak, Emily Kinle, Ava-Sophie Meerz, Merle-Phine Meth, Samira Schmidtke, Ole Sidio, Enrico Sperling

Projektleitung: Katja Fischer
Projektassistenz: Paul Becker

 

Yolo - Zeit wächst nicht auf Bäumen

Kindertheaterprojekt
Was passiert mit unserer Zeit? Wofür verwenden wir sie? Zeit ist etwas sehr Kostbares, und doch verschwenden wir sie oft. 
Ein kleines Mädchen wünscht sich von ihren Eltern, dass sie nicht mehr so viel arbeiten, öfter zuhören und mehr gemeinsam unternehmen. Doch das Berufsleben der Eltern und die Verlagerung der Prioritäten stehen dem Ganzen im Weg. Also wünscht sie sich in eine andere Welt, in der man Zeit für sie hat ....

Es spielen: Laura Beck, Marta Behr, Oskar Ebersbach, Clara Escher, Luc Fichtner, Frieda Golinski, Lucas Gust, Florian Kuhn, Jasmine Manzke, Emilia Piotrowski, Emilia Schulz, Lucy Steiner

Projektleitung: Constanze Burger
Projektassistenz: Nancy Hofmann

 

Empty the space – Gastspiel

Tanztheater P12

Zwei Tänzer - Antonio Bukhar mit seinem einzigartigen Stilmix aus zeitgenössisch-urbanem und traditionell afrikanischem Tanz sowie der gleichermaßen virtuos zwischen den Genres wechselnde Faizal Mostrixx Ddamba - fordern sich heraus, kämpfen, spielen und verhandeln um den Raum. Dabei gehen sie auf die Suche in ihren Biografien, kulturellen Wurzeln und persönlichen Geschichten. Sie geben alles, sie gewinnen Raum, verlieren ihn wieder, mit viel Humor und mit sehr viel Ernst in einem limitierten Bühnenraum.
Das junge Künstlerkollektiv aus Simbabwe, Uganda und Deutschland hat sich bei der Produktion des Stücks Gedanken gemacht um den Raum, wie er beschaffen oder verortet sein kann, was er mit oder aus Menschen macht, was er für sie bedeuten kann oder wer wo rein und wer wie weit gehen darf.

Idee, Choreografie, Tanz: Antonio “Bukhar” Ssebuuma

Idee, Dramaturgie:  Cindy Jänicke

Mitarbeit Choreografie, Tanz:  Faizal “Mostrixx” Ddamba

Kostüme: Charles Kasozi/ Kaswear &  Wasswa Donald/ Art Punch

Produktionsleitung: Plot Mhako

Eine Produktion von: KUENDA Productions